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08.06.2017

Aus diesem Grund lud Andreas Pahl die mit Preisen ausgezeichneten St ...
Gründerporträt von Dr.-Ing. Markus Steffens
Erfolgreich auch ohne Netz und doppelten Boden

Unternehmer aus Leidenschaft

„Das abgelaufene Jahr war prächtig“ resümiert Dr.-Ing. Markus Steffens, Geschäftsführer der ADETE - Advanced Engineering & Technologies GmbH in Kaiserslautern. Für ihn kein Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen, vielmehr Ansporn, den erfolgreich eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen. Ein Weg, der durchaus auch steinig sein kann. Doch darauf war der Jungunternehmer vorbereitet. Geprägt in früher Kindheit durch das von seinem Vater im heimischen Andernach gegründete mittelständische Konstruktions- und Maschinenbauunternehmen, festigte sich bei ihm die Grundeinstellung zur Selbstständigkeit und alle damit verbundenen positiven wie negativen Konsequenzen.

Seit fünf Jahren führt er die Geschicke des aufstrebenden Unternehmens, das sich auf das Engineering von Kunststoffen und High-Tech Faser-Kunststoff-Verbunden (FKV) spezialisiert hat. Als Vorzeige-Spin-off der TU Kaiserslautern realisiert Adete heute mit einem breitgefächerten Dienstleistungs-Portfolio Projekte für renommierte, international tätige Auftraggeber. Gleich, ob innovativer Instrumententafelträger oder andere Bauteile für Automobilhersteller, die Vollkunststoff-Hybrid-Bauweise von Adete ist richtungsweisend.

Mit seiner während eines Studienaufenthaltes in Südkorea geschriebenen Diplomarbeit und seiner anschließenden Tätigkeit als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFKI (Deutsches Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz) kam er mit seinem Eintritt im Jahre 1994 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verbundwerkstoffe (IVW), im Team Bauweisenentwicklung der Abteilung Berechnung und Konstruktion, erstmals in Berührung mit den Gebieten Kunststoffe und faserverstärkte Kunststoffe. Ein Kontakt, der seine weitere wissenschaftliche Laufbahn beeinflussen sollte. Fasziniert von den Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten des modernen Werkstoffs widmete er sich in seiner Dissertation schließlich dem Thema „Substitution metallischer Fahrzeug-Strukturbauteile durch innovative Faser-Kunststoff-Verbund-Bauweisen.“ Bei einem solchen Thema lag es nahe, sich um eine Position auf dem automotiven Sektor zu bewerben. Mit Erfolg: Zu Ostern 1999 lag ihm ein lukrativer Vertrag eines weltweit führenden Automobilzulieferers zur Unterschrift vor. Eine steile berufliche Karriere – mit Netz und doppeltem Boden - schien vorprogrammiert, der einfachere Weg zum Erfolg. Ihn wählte Dr. Steffens nicht. Nach einem intensiven Abwägen der Für und Wider schickte der damals 28-Jährige den Vertrag ununterschrieben zurück und entschied sich, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Unterstützt wurde er dabei von seiner Frau. Bereits Ende 98 hatte er sich erstmals intensiv mit dem Thema Selbstständigkeit auseinandergesetzt, ein Gedanke, der immer konkretere Formen annahm.

Exzellentes Fachwissen, eine gehörige Portion Selbstvertrauen, gute Kontakte zur Industrie und Forschungswelt und eine ausgereifte Geschäftsstrategie waren vor dem Hintergrund des Förderprogramms für Technologiegründungen, dem Vorläufer des heutigen "Fitour“ (Föderung innovativer und technologieorientierter Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz)“ Garanten für einen erfolgreichen Start. Das Risiko für eine Unternehmensgründung war kalkulierbar. Noch heute lobt Steffens das äußerst attraktive Förderprogramm als Plattform für den Erfolg: „Es war eine echte Chance.“ Es ermöglichte ihm den Verbleib an der Universität mit einer halben Stelle. Parallel dazu konnte er aus dieser gesicherten Existenz heraus unter Inanspruchnahme der räumlichen und technischen Infrastrukturen sein Unternehmen aufbauen, das zunächst unter SCE, Steffens Composite Engineering, firmierte. In puncto betriebswirtschaftlicher Führung des Unternehmens wurde er von Anfang an vom Business and Innovation Center (bic) intensiv betreut. Die räumliche Entkoppelung vom Uni-Campus führte konsequenterweise zum bic, wohin Steffens am 01.12.2001 seinen Firmensitz verlegte. Vor allem die Freiheit, autonom Entscheidungen zu treffen und unternehmerische Verantwortung auch für die Mitarbeiter zu tragen, machen für Steffens den Reiz des Unternehmertums in einer globalisierten Branche, die in immer kürzeren Produktzyklen Lösungen fordert, aus. Mittelfristig möchte er noch mehr delegieren und in verschiedenen Schlüsselpositionen vertreten werden.

„Bei der ganzheitlichen Konstruktion und Entwicklung von Kunststoff- und Composite-Strukturen soll Adete Synonym für Innovation, Kompetenz, Qualität und Zuverlässigkeit sein und den Markt entscheidend prägen“, so sein Anspruch, der auch den weiteren Weg des dynamischen Unternehmens bestimmen wird.
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08.08.2017

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