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08.06.2017

Aus diesem Grund lud Andreas Pahl die mit Preisen ausgezeichneten St ...
Nationaler Aktionstag „Nachfolge ist weiblich!“ am 14. Juni
Karriere-Chancen für Frauen beim unternehmerischen Generationswechsel

Ansteigende Übergabezahlen und Rückgang bei potenziellen Nachfolgern

Nationaler Aktionstag „Nachfolge ist weiblich!“ am 14. Juni


Lt. jüngstem DIHK-Nachfolgereport möchten immer mehr Senior-Chefs im Rentenalter ihre Betriebe in jüngere Hände übergeben. Gleichzeitig geht die Zahl der potenziellen Nachfolger seit Jahren zurück und befindet sich derzeit auf einem Rekordtief. Verstärkt wird dieser Trend noch durch die anhaltend gute Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland und die hierzulande eher schwach ausgeprägte Gründungsneigung im internationalen Vergleich. Auch die „Generation Y“ geht zunehmend eigene Wege und tritt nicht mehr in die elterlichen Fußstapfen. Weniger als die Hälfte der Unternehmen (43 %) werden noch in den Unternehmensfamilien weitergegeben.

Für viele Unternehmen bedeutet das Scheitern einer Unternehmensnachfolge das Aus – und damit verbunden den Verlust tausender von Arbeitsplätzen


Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) zufolge betrifft dies, bezogen auf einen Fünf-Jahres-Zeitraum, 110.000 Unternehmen mit mehr als 1,4 Mio. Arbeitsplätzen. 22.000 Betriebe sind pro Jahr auf nachhaltige Nachfolgeregelungen angewiesen, um die 287.000 Arbeitsplätze zu sichern, die sie zur Verfügung stellen. Zusätzlich prognostiziert das IfM Bonn bis zum Jahr 2020 einen Anstieg der zur Übergabe anstehenden Unternehmen: in Westdeutschland um 16,4 Prozent und in Ostdeutschland um 19,2 Prozent. Gleichzeitig geht infolge des demografischen Wandels die Zahl der Erwerbstätigen zurück und damit auch die Zahl derjenigen, die für eine Betriebsnachfolge in Frage kommen.

Chefinnen gesucht!
Das Potenzial von Frauen als Unternehmensnachfolgerinnen ist längst nicht ausgeschöpft


Gut qualifizierte Frauen, denen die Übernahme eines bestehenden Unternehmens spannende Karriere-Chancen und eine adäquatere Verwertung ihrer Bildungsqualifikationen bieten kann, rücken vermehrt in den Fokus. Immer mehr Töchter erheben Anspruch auf die Nachfolge. Studien belegen einen Anstieg des Frauenanteils in den letzten 10 Jahren auf mehr als 20 Prozent. Bei den familieninternen Nachfolgen ist sogar in einem Drittel der Firmen eine Tochter als Nachfolgerin vorgesehen.

„Unternehmensnachfolgen durch Frauen haben Aufwind, doch das reicht bei Weitem nicht aus, das Auseinanderklaffen der Schere beim unternehmerischen Generationswechsel zu kompensieren. Und Entwicklungen wie der demographische Wandel stellen die deutsche Wirtschaft zudem vor die Herausforderung, personelle Ressourcen so effizient wie nur möglich einzubinden. In diesem Umfeld wird die Aktivierung des unternehmerischen Potentials von Frauen zu einer wichtigen Zukunftsaufgabe, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu erhalten. Deshalb engagiert sich die bundesweite gründerinnenagentur mit der Kampagne „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ konsequent dafür, Frauen die Karrierechancen die mit einer Unternehmensnachfolge verbunden sind näher zu bringen, und Unternehmen, bei denen eine Nachfolge den Firmenfortbestand sichern kann, mit den Potenzialen der gut qualifizierten Frauen von heute – sei es als Tochter, Schwiegertochter, Mitarbeiterin oder Externe – für eine erfolgreiche Betriebsnachfovertraut zu machen“, erklärt Iris Kronenbitter, Leiterin der bundesweiten gründerinnenagentur (bga).

Bundesweiter Aktionstag „Nachfolge ist weiblich!“ am 14. Juni 2016

mit 70 regionalen Akteurinnen und Akteuren in den 16 Bundesländern. Aus diesem Grund findet am 14. Juni 2016 der Nationale Aktionstag unter dem Motto „Nachfolge ist weiblich!“ statt. Unter Koordination der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) gestalten rund 70 Akteurinnen und Akteure in den 16 Bundesländern zahlreiche regionale Veranstaltungen und Aktionen und betreiben ein überregionales bga-Expertinnen-/Expertentelefon, um ein Signal zu setzen und Unternehmensnachfolgen durch Frauen zu fördern. Sie beraten fachkundig zu den unterschiedlichen Facetten der Betriebsnachfolge und zeigen die zahlreichen Chancen auf, die in einer stärkeren Einbeziehung von Frauen in die Unternehmensnachfolge liegen. Veranstalter sind u.a. die Partnerinnen und Partner der nexxt-Initiative sowie Expertinnen und Experten der Nachfolge, die in Kammern, Ministerien, in der freien Wirtschaft oder in der Forschung arbeiten. Die Angebote reichen von Präsenzveranstaltungen wie z.B. Sprechtagen, Podiumsdiskussionen und Coachings über Nachfolgerinnenporträts bis hin zu Online-Publikationen und Web-Meetings. Die Akteurinnen und Akteure informieren regional über ihre Aktivitäten. Die Aktivitäten sind online zugänglich.

Das bga-Faktenblatt Nr. 38 „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ enthält Daten und Fakten zum weiblichen Nachfolgegeschehen. Es steht als Download zur Verfügung und kann in gedruckter Form bei der bundesweiten gründerinnenagentur unter bga@gruenderinnenagentur.de bestellt werden.

Weitere detaillierte Informationen zur Unternehmensnachfolge durch Frauen, zum Nationalen Aktionstag, zur Task Force, zur Wanderausstellung mit Porträts von erfolgreichen Nachfolgerinnen sowie zu weiteren Werbe- und Informationsmaterialien finden Sie im Bereich Unternehmensnachfolge.

Kontakt:
bundesweite gründerinnenagentur (bga)
Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Str. 19
70174 Stuttgart
Tel.: 0711 123 2532
Fax: 0711 123 2556
presse@gruenderinnenagentur.de
www.gruenderinnenagentur.de

Über die bundesweite gründerinnenagentur (bga)
 
Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) ist ein deutschlandweites Kompetenz- und Servicezentrum zur unternehmerischen Selbständigkeit von Frauen mit branchenübergreifenden Angeboten zu Existenzgründung, Festigung und Unternehmensnachfolge. Die bga ist Ansprechpartnerin für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medien sowie für Gründerinnen und Übernehmerinnen. Sie bündelt Kontakte und Informationen zu Expertinnen und Experten, Studien, Beratungseinrichtungen und Netzwerken in ganz Deutschland und wurde von der Europäischen Kommission als europäisches Erfolgsmodell ausgezeichnet. Die bga wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Quelle:
Pressemitteilung der bga, 12.05.2016

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