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08.06.2017

Aus diesem Grund lud Andreas Pahl die mit Preisen ausgezeichneten St ...
Heimat der Zukunft
Die fünf Technologiezentren des Landes Rheinland-Pfalz sind für junge Unternehmer ein Sprungbrett in Richtung Erfolg.

Artikel über frisch gegründete Technologie-Unternehmen in Deutschland beginnen und enden zumeist in Berlin. Die Startup-Szene der Hauptstadt ist bunt, wild, lebendig und geübt in offensiver Eigenvermarktung. Doch die Dominanz nutzt sich ab. Der aktuelle Gründungsmonitor der staatlichen KfW Bankengruppe positioniert die Stadt an der Spree zwar immer noch auf Position eins im Land, doch Hamburg und Rheinland-Pfalz wechselten gerade als Zweit- und Drittplatzierte auf die Überholspur. Rheinland- Pfalz, so die KfW, war 2013 der Flächenstaat mit der größten Gründungstätigkeit über alle Branchen hinweg.

Im Verborgenen hat sich damit zwischen Westerwald und Pfalz eine Start-up-Szene etabliert, die von der positiven wirtschaftlichen Grundstimmung im Land und von einem breiten Katalog konkreter Fördermaßnahmen profitiert. „Für uns ist das kein Erfolg über Nacht, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, die wir bereits Anfang der 90er-Jahre begonnen haben und deren Früchte wir nun ernten“, sagt Dr. Joe Weingarten.

Weingarten leitet die Abteilung Innovation im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung.Damit zeichnet er verantwortlich für die fünf Technologiezentren des Landes in Kaiserslautern, Mainz, Koblenz, Ludwigshafen und Trier. Ein Netzwerk, das vor rund zwanzig Jahren ins Leben gerufen wurde. „Bereits damals war klar, dass das Land verstärkt technologieorientierte Unternehmen braucht, um an Wandel und Fortschritt teilhaben zu können“, sagt Weingarten. Dementsprechend zählt zu den Kernaufgaben der Zentren nicht nur die gezielte Beratung und optimale Unterstützung von Gründern, sondern auch das Fördern der Motivation potenzieller Gründer

Frauen und Männer, die sich mit einer innovativen und technologieorientierten Unternehmensidee an einem der Technologiezentren bewerben und angenommen werden, profitieren von einem breit aufgestellten Programm, das sich ihren Bedürfnissen anpasst. Sie werden bei der Entwicklung ihrer Businesspläne beraten, können an Motivations- und Fachseminaren teilnehmen, unterschiedliche Serviceangebote nutzen und für einen bestimmten Zeitraum in den Zentren vergünstigt Räume mieten.

Etliche der Gründer kommen direkt von der Hochschule. Andere haben nach einem abgeschlossenen Studium erst Erfahrungen in Unternehmen gesammelt und gründen dann mit Anfang / Mitte 30 das eigene Start-up. Durchschnittlich drei Jahre lang werden sie begleitet und gefördert, auch durch verschiedene Finanzierungsinstrumente der ISB. Dann, so Dr. Weingarten, „sind sie flügge“ und etablieren ihr Unternehmen außerhalb der Zentren.

Diese haben sich in den vergangenen Jahren standortbezogen spezialisiert. Mainz setzt einen Schwerpunkt auf Biotechnologie und Medizin. Kaiserslautern entwickelt sich derzeit zum Innovationszentrum Westpfalz weiter. Ludwigshafen setzt ein Konzept chemienaher Gründungen in Partnerschaft mit der BASF um. In Trier hat sich das Zentrum im Wissenschaftspark der Stadt etabliert und Koblenz arbeitet eng mit der Universität in den Bereichen Kommunikationstechnologie und digitale Wirtschaft zusammen.

Längst sind die fünf Standorte Motor der regionalen Entwicklung. Rund 600 Gründungen haben sie bislang gefördert, aus denen mehr als 3.000 Arbeitsplätze entstanden sind. Tendenz steigend. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und den Mangel an Facharbeitern sind diese Gründungen von hoher Bedeutung. Denn sie verankern nicht nur Kompetenz und Wissen in Rheinland-Pfalz, sondern auch Fachkräfte.

„In Zukunft werden wir die Zentren noch stärker in ihren Regionen, untereinander und mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Kammern, Unternehmern und Unternehmen vor Ort vernetzen“, so Dr. Weingarten. „Alle Beteiligten profitieren von Offenheit und Kooperation. Etablierte, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an junge Gründer weitergeben, bekommen dafür deren frische Ideen und Esprit als Energieschub zurück. Gerade im Rahmen aktueller Themen wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.“

Der amerikanische Wille und die Bereitschaft zum „Teilen“, sagt Weingarten, haben ihn besonders bei Besuchen des legendären Silicon Valley nachhaltig beeindruckt. „Da geht der Google-Vorstand in direkten Dialog mit jungen Start-ups, weil er weiß, dass man nur gemeinsam vorwärts denken und handeln kann. Diese gegenseitige Wertschätzung wünsche ich mir auch für Rheinland-Pfalz und genau das wollen wir mit den Zentren verstärkt kultivieren.“ |


Technologiezentren in Rheinland-Pfalz:

BIC Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH
TZM-TechnologieZentrum Mainz GmbH
TZT-TechnologieZentrum Trier GmbH
TZK-TechnologieZentrum Koblenz GmbH
TZL-TechnologieZentrum Ludwigshafen am Rhein GmbH


Quelle: ISB aktuell, Das Magazin der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, Ausgabe 2 - 2014


Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH, 03.09.2014 
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08.08.2017

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