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bic Intern
08.06.2017

Aus diesem Grund lud Andreas Pahl die mit Preisen ausgezeichneten St ...
Lichtinstallation „ZERO-ONE“
Kunst am Bau: Lichtinstallation für das Innovationszentrum Westpfalz von Ingo Bracke


Künstlerisches Konzept

Das BIC bietet mannigfachen Nutzern einen Firmensitz. Ihre Tätigkeitsfelder sind von Lasertechnik,
Software Engineering, Robotronic, Gesundheitsanwendungen bis hin zu digitalen Überwachungssystemen sehr unterschiedlich. Gemeinsam ist allen jedoch eine Sprache, nicht das gesprochen Wort der zwischenmenschlichen Kommunikation, sondern die technische Sprache der neuen Technologien: Der Informationsaustausch über digitale Codes. Verwendung findet diese beim Messen und Regulieren, beim Berechnen und Dokumentieren, beim Kommunizieren zwischen Interface und Nutzer. Wenn auch der „Dialekt“ verschieden sein mag, so basieren sie dennoch alle auf den gleichen Zeichen und derselben Syntax, dem einfachen elektrischen Impulssignal: AUS-AN oder digital gesprochen: dem 0-1 Code.

Die von Ingo Bracke entwickelte audiovisuelle Arbeit „ZERO-ONE“ basiert auf eben diesem digitalen Zeichencode, und variiert ihn in verschiedenen künstlerischen Medien als:
o    grafisches Zeichen an der Fassade,
o    Lichtzeichen am ganzen Gebäude und als
o    akustisches Zeichen im Bereich des Eingangs.

Die künstlerische Arbeit soll der Architektur, als auch den Belangen der Nutzern Rechnung tragen. Lichtquellen werden in die Konstruktion integriert, und nehmen sich optisch zurück. Die Architektur bleibt in ihrer Geste und Klarheit erhalten, und wird durch die „Kunst am Bau“ in ihrem Ausdruck unterstützt. Themen wie Transparenz, Schichtung, Geste der Öffnung werden aufgenommen. Ebenso soll die Vielschichtigkeit der Tätigkeiten und Firmenkonzepte in der künstlerischen Gestaltung erlebbar werden. Durch die Lichtfarbe wird der Blauton der CI des BIC-Logos aufgenommen.

Grafikzeichen

Auf grafischer Ebene wird die gesamte Fassade des BIC auf voller Höhe mit einem weitmaschigen Netz aus digitalen Codes belegt. Diese werden von innen, aus der vorgesetzten Fassade heraus, auf die Glasfassade appliziert. Verwendung findet eine orangefarbige transparente Folie, die Sie im Original am beiliegendem Materialmuster begutachten können. Diese Folie lässt den Blick von innen nach außen gefiltert durchdringen. Für den Passanten von der Straße aus wirkt sie wie eine zartes im Raum schwebendes Farbgitter, das sich, gegenüber der klaren Architektur, zurücknimmt. Durch die Spiegelung seiner selbst löst es sich räumlich auf, und interpretiert das Thema der Schichtung auf künstlerische Weise weiter. In der Nacht wandelt sich das Aussehen der Farbapplikationen: Durch ihren Pigmentanteil wandeln sie Teile des monochromatischen LED-Spektrums um; dadurch wirken sie sehr gut im Licht, und treten klarer hervor.


Lichtzeichen

Das Gebäude wird selbst zum Lichtzeichen. Lineare LED-Leuchten erhellen die einzelnen Stockwerke vom Wartungsgang aus. Jedes Stockwerk ist einzeln für sich regelbar. Damit eröffnet sich die Möglichkeit einer Lichtanimation auf allen Fassadenteilen, die von der Trippstadter Straße aus einsehbar ist. Die einzelnen Lichtübergänge und Veränderungen sind als langsam fließende Bewegung geplant. Dieser Bewegungsfluss ähnelt in der Geschwindigkeit und der Veränderung der Beleuchtungswerte dem des natürlichen Lichtes: Wie an einem Sonnentage durch das Vorbeiziehen der Wolken das direkte Sonnenlicht sich zum dunkler leuchtenden, indirekten bläulichen Himmelslicht wandelt, so variieren die Lichtwerte. Die Fassade nimmt zu bestimmten Momenten während der Dämmerung und der Nacht changierende Blaufarbtönungen unterschiedlicher Intensität an.
Ein langsam nach oben aufsteigender blauer Lichtring umschließt das Gebäude. Beginnend im
Erdgeschoss wandert er bis ins 3. Obergeschoss, um nach einer Dunkelphase seine Reise abermals zu beginnen. Die Parameter Helligkeit und Breite sind variabel. Nach jedem Durchlauf verändert sich die Breite des Lichtbalkens, jede Sequenz beginnt mit einer Dunkelphase.

Klangzeichen

Als integraler Bestandteil des Kunstwerkes wird eine interaktive Klangarbeit vorgeschlagen, die im
halböffentlichen „Tor“-bereich verortet wird. Die Künstler „sammeln“ digitale Klänge und
Arbeitsgeräusche der Nutzer des BIC, und verarbeiten sie zu einer Klangkomposition, die als „musique d’ameublement“ ortsspezifisch komponiert wird. Ein leiser dezenter, nicht unangenehmer Klang ist schon im Bereich der Eingangstreppe wahrnehmbar, eine Art Rosa Rauschen, wie es auch in der Klangtherapie eingesetzt wird. Passiert der Besucher den Eingangsbereich, mischen sich kurze Klangereignisse mit hinein in das Klangbild. Über einen Sensor werden verschiedene Soundtracks „getriggert“, und der Klang reagiert abhängig vom Besucheraufkommen. Der Klangeindruck verändert sich zu klaren, brillanten Klangmomenten, die atmosphärisch über Impulse des „White Noise“, das weiße Rauschen, verbunden werden.


Quelle:
Ingo Bracke, Wettbewerbsbeitrag Kunst am Bau

Foto-Copyright: Ingo Bracke, Lichtinstallation „Zero One“

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08.08.2017

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