Suchen
bic Intern
08.06.2017

Aus diesem Grund lud Andreas Pahl die mit Preisen ausgezeichneten St ...
Pilot-Seminar zur Laufbahngestaltung
Den Roten Faden gesucht - und gefunden?!
Berufliche Perspektiven entwickeln und gestalten

Kurzbericht von Helma Ostermayer

Fachhochschule Kaiserslautern startete gemeinsam mit dem bic Kaiserslautern Pilot-Seminar zur Laufbahngestaltung für Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen und Assistent/innen 

Für wissenschaftliche Mitarbeiter/innen und Assistent/innen ist der Weg zum Arbeitsplatz an der Hochschule oft eher ein zufälliger gewesen. Früher oder später stellt sich die Frage, wie es nach dieser in der Regel befristeten Zeit weitergehen kann. Die Perspektiven an der Hochschule sind zum Teil unklar; mangelnde Erfahrung auf dem „freien“ Arbeitsmarkt und ein oft fehlendes Bewusstsein über die eigenen Stärken und Interessen führen zu den Fragen: „Wie soll der eigene Karriere- und Lebensweg aussehen? Hochschule, freie Wirtschaft oder Selbstständigkeit?“

Die Fachhochschule Kaiserslautern hat sich dieser Herausforderung gestellt und von Okto-ber bis November 2010 erstmals ein neues, speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnittenes Seminar- und Beratungsangebot umgesetzt.

Entwickelt und durchgeführt wurde das Seminar „Der Rote Faden“ von Trainerin und Laufbahnberaterin Helma Ostermayer, Grünstadt in enger Abstimmung mit Viola Küßner und Marion Petry (beide: Fachhochschule Kaiserslautern).
Über ein Jahr reifte die Idee für ein solches Angebot – offenbar zu recht: die Hochschulleitung erkannte gleich den Nutzen für die Mitarbeitenden und stimmte ohne Zögern der Umsetzung und der Finanzierung zu, an der neben einem Eigenbeitrag der Teilnehmenden auch das bic Kaiserslautern beteiligt war.

So startete das Seminar am 02.10.2010 mit 11 Mitarbeitern/innen der Fachhochschule Kaiserslautern aus unterschiedlichen Fachbereichen und von den Standorten Kaiserslautern, Zweibrücken und Pirmasens.

Ziel war die Vermittlung von Kompetenzen zur aktiven Gestaltung der individuellen Laufbahn. Die Teilnehmenden hatten in insgesamt 8 Modulen und 3 Gastvorträgen die Gelegenheit, ihren Standort in Bezug auf ihre berufliche und persönliche Entwicklung zu bestimmen, und ihre eigene Berufsstrategie zu entwickeln.

Dazu war zunächst ein Blick nach innen erforderlich, weshalb die ersten Einheiten ganz im Zeichen der Standortbestimmung standen: „Wie sieht mein bisheriger Weg aus? Was hat mich und meine Entscheidungen geprägt? Wo liegen meine Stärken und Kompetenzen? Wie kann ich konstruktiv mit meinen Schwächen umgehen?“.
Hierfür, wie für die übrigen Seminarthemen wurden unterschiedliche Methoden eingesetzt wie zum Beispiel Interviewleitfäden, Persönlichkeitstest aus der Personalentwicklung, selbst-reflexive Verfahren, angeleitete Gesprächsrunden, Brainstormingverfahren und kreative Methoden.

Anschließend ging es um neue Orientierung, die zunächst aus einem Informationsteil be-stand. Hierzu konnten die Gastreferenten Dr. Ralph Wiegland, BIC Kaiserslautern (Selbst-ständigkeit und Unternehmertum), Dr. Manfred Herzer, ZQW der Uni Mainz (Promotion, Karriere in Lehre und Forschung) sowie Achim Wagner, Arbeitsmarktberater Trier (Arbeitsmarktreflexion) gewonnen werden, welche die Gruppe mit nützlichen Infos versorgten, interessante Impulse setzten und teilweise rege Diskussion anregten.

Beim Blick nach außen standen folgende Fragen im Vordergrund: „Was ist mir im Hinblick auf meinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg wichtig? Was möchte ich erreichen? Welche Werte will ich leben? Welche Kriterien will ich bei meinen künftigen Entscheidungen berücksichtigen?“

Zum Abschluss ging es dann ums Konkretisieren des Erarbeiteten. Hierbei formulierte jede/r Einzelne seine/ihre Ziele, um daraus die nächsten Schritte abzuleiten. „Dies ist wichtig, damit Wünsche und Ideen keine Träume bleiben, sondern vom Kopf auf die Füße gestellt und realisierbar werden“, so Helma Ostermayer.

Ein Nachtreffen im Januar 2011 dient dazu, die selbst gesteckten Ziele zu überprüfen, sich in der Gruppe gegenseitig zu stärken und die bisherige Entwicklung, die durch das Seminar angestoßen wurde zu evaluieren.

Feedback und Fazit
Im Abschlussworkshop hoben die Teilnehmenden in Ihrem Feedback insbesondere die positive Gruppenatmosphäre, den intensiven Austausch und das Lernen voneinander, sowie die Anleitung zur Selbstreflexion hervor. Das Ergebnis ist sehr individuell, da jede/r mit einer individuellen Ausgangssituation in das Seminar kam. Auf den Punkt bringt es diese Aussage einer Teilnehmerin: „Ich habe Ideen für meine weitere Vorgehensweise, für berufliche Schritte und persönliche Zielsetzung“.

Mit dem Seminar ist es offenbar gelungen, einen geeigneten Rahmen dafür zu schaffen, sich mit der eigenen beruflichen Laufbahn auseinander zu setzen und Assistenten/innen und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen der Fachhochschule zu befähigen, das Ruder für die individuelle Laufbahngestaltung selbst in die Hand zu nehmen.


Helma Ostermayer


FotoCopyright: Andre Bonn-Fotolia.com


Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH, 17.01.2011


Topnews
08.08.2017

Wir informieren Sie auf unserer Facebook-Seite über alle Aktivitäten ...
Bitte hier klicken um das Bild 'Fotolia_13713602_XS_rand.jpg' in einer größeren Darstellung zu öffnen...