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09.02.2010

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03.12.2009

Am 2. Dezember 2009 fand der Spatenstich für den Neubau des „Innovationszentru ...
Jahresauftakt 2010
Traditionell begann das Business + Innovation Center das Jahr mit einem Jahresauftakt gemeinsam mit Freunden, Mietern, Kunden, Kooperations- und Geschäftspartnern. 

Dr. Ralph Wiegland begrüßte zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik, aus dem Bereich der Hochschulen und Instituten sowie gen Vertretern des Studium integrale der TU Kaiserslautern.

Zeitgleich wurde an diesem Tag die Ausstellung „Farbe als Konzept“ eröffnet. In der „Galerie im Flur“ stellen Karina Kuproth, Eric Schäfer, Susanne Schmidt und Heide Urban, sowie Angie Horlemann und Annerose Nickel ausgewählte Arbeiten vor. Die Leitung der Ausstellung hat das Studium integrale der TU Kaiserslautern.

Die Veranstaltung wurde stimmungsvoll von dem Gitarrenduo Harald Pfeil und Gavin West begleitet.

Besucher sind herzlich eingeladen, einen eigenen Eindruck von den Werken zu gewinnen. Das bic ist an Werktagen von 08:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Interessenten, die sich für die „Galerie im Flur“ als Ausstellungsort interessieren, können sich bei Frau Maria Beck (Telefon, 06301-703-124) melden.

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Laudatio von Annerose Nickel

"In Anbetracht der Fachorientierung der TU Kaiserslautern ist das Angebot eines attraktiven Kunstprogramms nicht nur eine sinnvolle Komplementäraufgabe, sondern es kann darüber hinaus wichtige Impulse zur Persönlichkeitsbildung liefern. Eine technische Universität steht nicht nur für die erfolgreiche Entwicklung als Bildungs- und Forschungseinrichtung, sondern ist auch Ausdruck eines kulturellen Raumes, in dem Wissenschaft und Kunst ein kreatives Spannungsfeld bilden.

Einerseits gibt es seit 1988 die Galerie in der TU Kaiserslautern, die mit zwei bis drei Kunstausstellungen pro Semester ,vorrangig Malerei und Bildhauerei mit einem speziellen Augenmerk auf ungewöhnliche Techniken, einen Einblick in die aktuelle Kunstszene gibt und Raum bietet für eine unverkrampfte Auseinandersetzung mit der Kunst. Die Galerie, eine Kooperation von Studium integrale und Universitätsbibliothek, nimmt einen festen Platz im Kultur-angebot der Hochschule ein, sie ist eine Kommunikations-ebene innerhalb der Hochschule und zwischen Universität, Stadt und Umland.

Andererseits werden im Rahmen des Studium integrale zwei Kunstkurse pro Semester vorrangig für Studierende aller Fachrichtungen, Universitätsangehörige und GasthörerInnen unter der Leitung von bildenden Künstlern wie Angie Horlemann und Annerose Nickel mit unterschiedlichen Lehrinhalten, basierend auf der experimentellen Malerei, angeboten.


Ich möchte nun auf das Thema der Ausstellung „ Farbe als Konzept“, das Grundlage unseres Kunstkursangebots ist, näher eingehen.

Unsere moderne Welt bietet den Augen Farbe, deren magische Wirkung uns unmittelbar einfängt. Dieser sinnlich-optischen Wahrnehmung können wir uns kaum entziehen. Ein großer Teil unseres Informationstransports geschieht über das Auge; es bestimmt sehr oft, wohin unsere Aufmerksamkeit gelenkt werden soll. Es entsteht der „erste Eindruck“. Farbwahr-nehmung und Farbempfinden gehen ineinander über und beeinflussen unser Handeln und Fühlen.

In den angebotenen Kunstkursen des Studium integrale geht es in erster Linie um die ästhetische Farbwirkung in der Malerei. Bei der Umsetzung von Theorie zur Praxis in der Malerei soll Theorie nicht zwingend den Malprozess beeinflussen, sondern kann und darf als fundiertes Wissen jederzeit mitschwingen. Kein bewusstes Schema an Farbtheorien soll das individuelle Einsetzen der Farbkraft schwächen. Es geht auch um das Schulen und Verfeinern der Sinne, um die Fähigkeit und Bereitschaft, die Wirkung der Farben bewusster und aufgeschlossener wahrzunehmen. Deshalb bietet sich die Acrylfarbe, deren Popularität in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, geradezu an. Sie ist vielseitig, da sie sich in unterschiedlichen Maltechniken, spachteln, lasieren etc. anwenden lässt. Wir möchten zu einem spontanen und großzügigen Umgang mit Farben und Material ermutigen und zeigen, dass Farbe nicht automatisch Buntheit bedeutet.

Um den Malprozess in Gang zu setzen, bedarf es eines auslösenden Moments, in der expressiven abstrakten Malerei sind dies meist die Farben. Wenn ein Bild begonnen wird, ist meist noch nicht abzusehen, wie es am Ende aussieht.

Die hier ausgestellten Arbeiten zeigen einen Querschnitt der unterschiedlichen Inhalte und Aufgabenstellungen der angebotenen Kunstkurse im Anfänger oder im Fortgeschrittenenstadium.

Karina Kuproth, Eric Schäfer, Susanne Schmidt und Heide Urban haben zwar einen gemeinsamen Ausgangspunkt, die Farbe, wenn auch teilweise sehr sparsam eingesetzt und trotzdem hat sich während des Malvorgangs eine unterschiedliche Bildaussage entwickelt.

Karina Kuproth zeigt teilweise Materialmix und bleibt konsequent in einem Grundfarbklang von gelb, orange, weiß , oder grün,gelb,blau. Farben, Formen und Linien werden ohne Reflexion auf den Malgrund aufgetragen. Der Bildaufbau ist einerseits mit Fremdmaterial als Spannungsmoment erweitert oder zart sinnlich fast wie ein Aquarell angelegt, um den Bildern eine meditative Ausstrahlung zu verleihen oder kraftvoll mit gestisch-expressivem Schlusspunkt durchgeführt.

Susanne Schmidt arbeitet intensiv mit Fläche und Farbe als Konzept. Aus eindimensionalen Flächen entsteht durch Anordnung und Farbgebung eine Perspektive. Unzählige Schichten des Farbauftrags intensivieren die Fläche, die somit eine eigene Wirkung entwickelt. Jedes Bild formiert sich - bis auf ein Detail - aus einer einzigen Farbe. Aus Flächen erwachsen Räume, Formen lassen sich erahnen, urbane Landschaften entstehen. Das Lasieren der Arbeiten bedeutet das bewusste Wiederholen des immer wieder gleichen Vorgangs und Hingabe an das Medium Farbe.

Bei Eric Schäfer bleiben durch ein stetig aufbauendes als auch vernichtendes Malverfahren Farben und Formen den gesamten Arbeitsprozess über im Fluss. Die einzelnen Materialschichten werden übereinander aufgetragen und überlappen sich, vermischen sich auf der Fläche und werden räumlich ineinander verwoben. Wenn das Werk eine gewisse Dichte errreicht hat entsteht eine beeindruckende Tiefenwirkung. Eric Schäfer benutzt im Sinne der experimentellen Malerei sehr unterschiedliche Ausgangsmaterialien und sei es Bitumen.

Heide Urban hat sich dem unmittelbaren Ausdruck einer spontanen Malgeste verschrieben und ist im Ausdruck dem Tachismus zuzuordnen. Strukturen und Oberflächengestaltung unterstützen die sparsam eingesetzte Farbgebung, um eine sinnlich haptische Erfahrung zuzulassen. Wie im Tachismus verstärkt die konzentriert reduzierte Auswahl an Farbe die Wirkung eines sinnlichen Malprozesses und die Reduktion bleibt künstlerisches Prinzip. Bei ihren Arbeiten mit Collage-elementen unterstützen die haptischen Strukturen den Eindruck von Nähe.

Ziel bei allen Arbeiten, die hier ausgestellt sind, soll Interessantes, Spannendes, Bewegendes sein , wobei der Prozess des Malens immer im Vordergrund steht.

Das Gelingen einer Ausstellung hängt von vielen Faktoren ab, der Ort, den haben wir hier in der „ Galerie im Flur“ gefunden, die richtige Auswahl an Werken, die wir hoffentlich getroffen haben, die richtige Platzierung und was besonders wichtig ist – Menschen, die sich der Sache annehmen. Daher geht mein Dank an alle, die an dem Zustandekommen der Ausstellung beteiligt waren.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen eine interessante Entdeckungsreise durch die Ausstellung und angeregte Gespräche."

Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH, 09.02.2010

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15.06.2010


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